Im Durchschnitt verbringen wir in den Niederlanden etwa 80 % unserer Zeit in Innenräumen – zu Hause, in Schulen oder am Arbeitsplatz. Dennoch erhält die Qualität des Innenraumklimas strukturell zu wenig Aufmerksamkeit. Die Folgen sind gravierend: Ein schlechtes Innenklima kann zu ernsthaften Erkrankungen wie Asthma, Allergien oder COPD führen. Laut einer Studie von TNO („Gute Innenluftqualität für unsere Gesundheit“) kostet dies die Gesellschaft rund 7,8 Milliarden Euro pro Jahr an Gesundheitsausgaben und verlorenen Lebensjahren.
Die Botschaft des Manifests ist klar: Es ist höchste Zeit, dass die Zweite Kammer und das zukünftige Kabinett eine langfristige Strategie für die Luftqualität in niederländischen Wohnungen und Gebäuden entwickeln. Vorgeschlagen wird eine nationale Aktionsagenda mit fünf Schwerpunkten:
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Gesundes Innenraumklima muss Teil der Präventionspolitik werden
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Bewusstsein in der Bevölkerung schaffen
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Pandemie-Bereitschaft auf eine dauerhafte Luftpolitik ausweiten
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Private Standards für gesundes Innenraumklima einbeziehen
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Interministerielle Koordination der Luftqualität organisieren
Der Ausschuss für Wohnungswesen und Raumordnung (VRO) unterstreicht die große gesellschaftliche Bedeutung eines gesunden Innenraumklimas. Es betrifft direkt unsere Gesundheit, unser Wohlbefinden und die Qualität unserer Lebensumgebung.
Zusätzlich zum Manifest wurde auch ein Luftqualitätsmessgerät von Margot de Heus an die Ausschussvorsitzende Wytske Postma überreicht. Denn das Messen und Offenlegen der Luftqualität in Gebäuden wie Pflegeeinrichtungen und Behörden ist ein unverzichtbarer Schritt zur Verbesserung der Innenraumumgebung.
Wer in ein gesundes Innenraumklima investiert, investiert in Gesundheit, Lernfähigkeit, Arbeitsbeteiligung und eine zukunftsfähige Gesellschaft. Die Stiftung Gezond Binnen bewertet es positiv, dass die Dringlichkeit dieses Themas von den anwesenden Abgeordneten anerkannt wurde, und ist selbstverständlich bereit, an der Ausgestaltung zukünftiger Politik mitzuwirken.
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